Worte zum Tag – 29. Oktober 2020

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Liebe Schwestern und Brüder,

Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davon tun, auf dass ihr bewahrt die Gebote des HERRN, eures Gottes.“ aus dem 5. Buch Mose ist die Losung für heute. Und Johannes erklärt in das in seinem 1. Brief so: „Meine Lieben, ich schreibe euch nicht ein neues Gebot, sondern das alte Gebot, das ihr von Anfang an gehabt habt. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr gehört habt.“ Also geht es in der Bibel auf Ihren sagenhaften 1200 Seiten, zumindest in meiner Bibel, immer nur um das eine Wort Gottes. Das wir hören und befolgen, bewahren und erklären sollen. Es geht also auf diesen 1200 Seiten immer um das Wort Gottes in seiner menschlichen Gestalt. Im Hebräisch der Juden und dem Griechisch der ersten Christen. Deshalb also so viele Seiten. Weil so viele Menschen zu so verschiedenen Zeiten, auch knapp 1200 Jahren, von König David bis zur Offenbarung des Johannes auf Gott hörten und dann, das was sie hörten, in menschlichen Worten zu ihren Mitmenschen sagten. Die ersten Hörer hörten am ursprünglichsten, am besten, am genauesten. Deshalb hat ihre menschliche Entsprechung des einen Wortes Gottes so eine hohe Bedeutung, so hohe Relevanz bis heute für uns. Und in ihrer Folge, ihrer Nachfolge, auf Ihren Schultern stehend, hören wir heute, was sie damals hörten. Und wir hören es wie sie wieder ganz neu. Und anders. Von ihnen ausgehend. Und doch spricht Gott durch ihr Wort mit uns. Zu uns.

Wir kennen das doch alle von dem einen Grundwort unserer Sprache – dem lautmalerischen Mama, dem ersten Wort, was wir alle zuerst sprechen. Und doch jeder damit anderes verbinden. Nicht nur jemand anderen. Sondern es auch anders verstehen, begreifen, es anders in uns wirkt. Wir alle verstehen das Wort Mama und natürlich auch Papa aufgrund unserer individuellen Erfahrung, unserer Fragen und unserer Perspektiven. Verstehen ist also immer genau wie Gott ein dreifaltiger Vorgang. Eine dreifaltige Begegnung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Also den Erfahrungen aus der Vergangenheit, den Fragen unserer Gegenwart und den Perspektiven unserer Zukunft. So gibt es zwar ein Wort Mama, aber so viele Verständnisse dieses Wortes, wie es Menschen gibt. Denn zum Menschsein gehört eine Mama, eine Mutter haben dazu. Keiner ist ohne Mutter. Und so verstehen wir auch Gottes Wort dreifaltig. Von Anfang an. Deshalb ist Gottes Wort im Munde des Menschen so vielgestaltig wie die Bibel, wie die biblischen Texte. Und dieses Wort Gottes war immer und ist heute und wird immer Liebe sein. Beim Wort Gottes geht es immer um die Liebe Gottes zu uns Menschen, zu seinem Geschöpf. Auch im Alten Testament. Denn Jesus hat ja die 613 Gebote des Alten Testament nur in einem einfachen Dreifachgebot der Liebe zusammen gefasst. Und hat den Kern der anderen Gebote, ihre eigentliche Botschaft, eben in der Liebe Gottes und zu meinem Nächsten wie mir selbst entdeckt und erfahren. Und Jesu einfaches Dreifachgebot der Liebe hat diese Wirkung bekommen, weil man ihm wegen seiner Liebe geglaubt hat, dass in ihm nicht nur Gott selbst mit uns spricht, sondern dass Jesus auch Gott selbst an der Seite des Menschen ist. Denn bei Jesus ging die Liebe so weit, wie bei keinem Menschen zuvor. Er war der erste moderne Mensch in seiner Haltung, die wie in der Taufe keinen Unterschied mehr machte in den Rechten von Männern und Frauen. In seiner Liebe zu uns hat er nicht nur wunderbar einfach und klar sprechen können, wie keiner vor ihm. Sondern er hat seine Liebe gelebt, bis zum Tode am Kreuz. Weil er sich eben nicht davon gemacht hat oder geleugnet hat wie Petrus. Weil er zu seinem Wort gestanden hat, eingestanden ist dafür, auch als die Juden diese moderne und zugleich ursprünglich alte Form der Aussprache des göttlichen Wortes nicht mehr ausgehalten haben und ihn lieber umbrachten und daher die Römer aufforderten, Jesus zu kreuzigen. Und denen, die ihm nachfolgten, wie Stephanus und Petrus und Paulus und den Märtyrern der ersten dreihundert Jahre ging es genauso. Das Blut der Märtyrer wurde der Samen der Kirche. Denn jeder unschuldig vergossene Tropfen Blut bringt Menschen dazu zu fragen: Woher nehmen die die Kraft? Warum machen die das? Und die Antwort, die sie dann bekommen ist zugleich schon ihr Glaubensbekenntnis. Bleiben sie gesundBehütet.


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