Worte zum Tag – 28. Oktober 2020

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Liebe Schwestern und Brüder, „Wo ist ein Fels außer unserm Gott?“ fragt der Beter in Psalm 18. Wenn ich das lese, tritt mir der kluge Satz von Archimedes vor Augen: „Gib mir einen Punkt, wo ich sicher stehen kann oder einen Hebel, der lang genug ist, und ich bewege die Erde.“ Physikalisch ist das bis heute völlig richtig und klar. Aber wir haben diesen Punkt nicht und wenn wir ihn hätten, würde uns wohl der Hebel fehlen. Aber im Glauben finden wir zumindest für die Erde diesen festen Punkt, von wo aus sichere Erkenntnis zu gewinnen ist. 6 Millionen Juden haben wir Deutschen von 1938 – 1945 umgebracht. Wohl knapp die Hälfte der damaligen Zahl der Juden. Heute gibt es wieder rund 15 Millionen Juden weltweit – die meisten natürlich in Israel, das als Antwort auf Auschwitz gegründet worden ist, dort wo es bis ca. 70 nach Christus bestand. Das sind etwa 0, 19 % der Weltbevölkerung, also 0,2 %. Ein Fünftel Prozent. Und wissen sie wie hoch die Zahl der jüdischen Nobelpreisträger ist? Nicht der aus Israel. Sondern der jüdischen Nobelpreisträger. 37 % aller Nobelpreise gingen bisher an Juden. Das ist rund 200 mal höher als ihnen sozusagen zusteht von ihrem Anteil an der Weltbevölkerung. Deshalb denken viele, die Rasse der Juden wäre etwas besonderes. Das ist bullshit. Wirklicher Mist. Das ist Müll. Sie werden kein jüdisches Gen finden. Denn die Juden leben unter allen Völkern, sind zerstreut über die ganze Welt. Sind in der Diaspora, in der Zerstreuung. Und was also macht sie so besonders? Wenn nicht die Gene? Irgendworan muss es ja liegen. Von nichts kommt nichts. Dass sie in ihrem Glauben, in ihrer Tradition mit Gott diesen festen Punkt gefunden haben. Auch wenn sie nicht mehr selber aktiv glauben. Aber zumindest eben im alten Auftrag Gottes im Lesen, im Schreiben und im Forschen diesen Fels gefunden haben und nicht im Morast der Belanglosigkeit. Und der Jude Paulus schreibt in seinem Brief an die Gemeinde in Korinth über den Sohn Gottes, den er erst eifersüchtig verfolgt hat, der sich ihm dann aber vor Damaskus so offenbart hat, dass er sein Leben neu begonnen hat: „Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ Und das meint zum einen natürlich den Heiland, dem Retter, dem Menschen ihr Leben anvertrauen und zu Christen werden. Das meint nun aber auch den Christus, von dem der Evangelist Johannes sagt, dass er das Wort Gottes ist, das im Anfang bei Gott war und durch das Gott alles geschaffen hat. Dieses Glaubensbekenntnis hat nicht nur Altmeister Goethe zum Nachdenken und zum Widerspruch angeregt. Sondern diesem Satz verdanken wir das Entstehen der modernen Naturwissenschaft, die doch soviel wirkmächtiger als jede bisherige und ja nun wirklich auch großartige Form von Wissenschaft ist. Denn nach Luther hat man, weil man glaubte, jedes Wort der Bibel sei von Gott inspiriert, sich auf die Suche nach dem Wort gemacht, mit dem Gott die Welt geschaffen hat. Und hat versucht es nach zu buchstabieren. Und hat fest geglaubt, gedacht, gehofft, dass man dieses göttliche Wort dann mit menschlichen Worten nachbuchstabieren könnte. Und wenn man das könnte, dann so hoffte man, kann man sozusagen wie Gott auch etwas schaffen, weil man ja sein Schöpfungswort nun nicht wie Gott, aber auf menschlich sozusagen sprechen kann. Und siehe da, dem frommen Theologen Kopernikus gelang das. Und mit seinem Naturgesetz hat er den frommen Kepler inspiriert und sie haben mit den Naturgesetzen eine menschliche Form gefunden, Gottes Reden in der Schöpfung gläubig nach zu vollziehen. Und es funktionierte. Und so ging es weiter bis heute. Denn diese moderne Naturwissenschaft ist nicht vom Himmel gefallen. Oder doch. Genau das. Denn sie verdankt sich dem Wort, was man als Wort von Gott hörte und auf das man sich einließ und dann nicht verlassen war. Sondern einen festen Fels, eine klare Systematik für alle weitere Erkenntnis gefunden hatte. Das die damalige altmodische Kirche damit genauso große Probleme hatte wie der damalige Staat, geschenkt. Sie konnten zum Schweigen oder besser zur Entwicklung gebracht werden. Denn dem Wort Gottes kann sich auf Dauer weder Staat noch Kirche verschließen. Bleiben sie gesundBehütet.


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