Worte zum Tag – 26. Oktober 2020

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Liebe Schwestern und Brüder, „Ich, ich bin euer Tröster! Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen fürchtest, die doch sterben?“ fragt uns Jesaja. Ja, Furcht vor Menschen ist Angesichts Gottes lächerlich. Denn auch die Mächtigsten sind ohnmächtig vor dem Tod. Wir alle sind länger tot, als wir leben. Das ist nur die zynische Variante von menschlicher Ohnmacht. Die glaubt, dass dann nichts mehr kommt. Affe tot, Klappe zu. Aber das genau darf und soll für uns nicht mehr gelten, wenn wir dem lebendigen Gott glauben. Denn wenn wir dem lebendigen Gott glauben, dann wissen wir uns auch im Tod geborgen bei ihm. Dann wissen wir uns in diesem Leben in seinem Auftrag. Gott hat etwas mit uns vor. Mit jedem von uns. Nicht alle Tage. Aber immer wieder einmal ist Gott auf uns angewiesen. Hat Gott einen Auftrag für uns, seine Welt zu verändern, damit die Welt seiner Schöpfung, seinem Namen Ehre macht und nicht zur Hölle wird, für die Menschen seines Wohlgefallens. Für den Menschen, den Gott wenig niedriger gemacht hat als Gott. Ja, „der in euch ist, ist größer als der, der in der Welt ist.“ schreibt Johannes in seinem 1. Brief. Und deshalb sollen sich die Knie von Juden und Christen nicht beugen vor den Fürsten-Thronen dieser Welt. Deshalb sollen wir nicht kuschen, vor den Herren dieser Welt. Der Kirchentags- und spätere Bundespräsident Heinemann hat es wunderbar auf den Punkt gebracht: „Die Herren der Welt gehen. Unser Herr aber kommt.“ Und weil Jesus wiederkommen wird, weil Gott seine Welt nicht aufgegeben hat, sind wir in der Pflicht. Sind wir in Verantwortung. Jeder an seiner Stelle. Mit seinen Gaben. Zu widersprechen. Zu widerstehen. Wo Unrecht ist. Wo Unbarmherzigkeit regiert. „Seht man musste sie begraben, die der Welt Gesetze gaben und ihr Wort hat nicht Bestand. Ihre Häuser wurden Trümmer, ihre Münzen gelten nimmer, die man in der Erde fand. Ihre Namen sind verklungen, ihre Lieder ungesungen, ihre Reiche menschenleer. Ihre Spiegel sind zerbrochen, ihre Sprachen ungesprochen, ihr Gesetz gilt längst nicht mehr. Jesu Name wird bestehen. Jesu Reich nicht untergehen. Sein Gebot gilt alle Zeit. Jesu Wort muss alles weichen und ihn kann kein Tod erreichen. Jesus herrscht in Ewigkeit.“ Das haben wir damals in Potsdam in der Jungen Gemeinde gesungen in der Zeit der Deutschen Teilung. In der Zeit, als von der sowjetischen Armee geschützt, die Mauer Deutschland teilte und eine unmenschliche Ideologie im Osten die Menschen an ihrer Entwicklung hinderte. Fast geschrien haben wir es, um uns selbst zu überzeugen, um uns Mut zuzusingen. Und so ist es gekommen – die Münzen der DDR und ihre Gesetze gelten längst nicht mehr. Und auch die D-Mark gibt es Gott sei Dank nicht mehr, weil wir einen nächsten großen Schritt auf ein gemeinsames Europa zugegangen sind, als vor 20 Jahren der Euro eingeführt worden ist. Eine Vision hat es gebraucht dafür und Mut, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Und eine Verfassung für dieses Europa hätten wir haben können, wenn nicht so viele sich in ihre Nationalstaaten zurückgezogen hätten und die Lehren des Doppelten Weltkrieges in den Wind geschrieben hätten. Ja, wir brauchen um die Aufgaben von heute zu lösen, eine Europäische Republik, wie man vor 200 Jahren Länder und Staaten brauchte, als die Stadtstaaten oder die Fürstentümer zu klein waren für die Lösung der Aufgaben von damals. Und wenn wir die größte Herausforderung von heute sehen und spüren, den Klimawandel, der doch vor unseren Augen stattfindet, dann ahnen wir nicht nur, dann könnten wir auch schon wissen, dass wir für die Lösung dieses Problems eine Globale Republik brauchen. Und auch um den Hunger zu beseitigen, das Himmel schreiende Unrecht in unserer so schlecht von uns organisierten Welt. Und diese Globale Republik wäre doch auch eine menschliche Antwort auf das kommende Reich Gottes. Nicht um etwas Menschliches an die Stelle des Reiches Gottes zu setzen. Sondern um auf Gottes kommendes Reich uns menschlich vorzubereiten. Um Gottes Willen nicht so widerwärtig und hochmütig zu widerstehen. Das ist kein linkes Projekt. Sondern ein verständiges, ein christliches Projekt. Im Gehorsam auf Gottes Willen. Bleiben sie gesundBehütet.


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