Worte zum Tag – 26. November 2020

Hauptstadt.TV26. November 2020

Liebe Schwestern und Brüder,

Unser Gott, wir danken dir und rühmen deinen herrlichen Namen.“ Aus dem 1. Buch Chronik ist die Losung für heute. Aber warum? Ist mir nicht viel mehr danach, eine der wunderbaren Marken zu loben, die mein Leben so viel einfacher und schöner macht? Apple zum Beispiel oder Google und BMW oder Toyota? Und Amazon oder Microsoft? Das sind doch Namen, da weiß man was man hat. Man strengt sich an und dann kann man etwas davon kaufen. Und hat einen ordentlichen Benefit. Einen Vorteil. Etwas Gutes.

Aber was soll herrlich sein an Gottes Namen? Der in der Geschichte sooft mit Dreck besudelt worden ist. In den Kreuzzügen und den noch längeren, brutaleren Halbmondzügen! Der Name, der für die einen Jahwe ist, für die anderen Jesus Christus oder Allah. Für die einen Shiva, für die anderen das Nirwana. Früher war es Zeus oder Jupiter mit ihrem Götterhimmel in Griechenland und im Römischen Reich, waren es Isis und Osiris oder Echnaton bei den Ägyptern. Mal schlagen sich Menschen wegen ihres Gottes die Köpfe ein und mal ehren sie sie alle zusammen in dem Haus des einen Gottes, im Pantheon oder im House of one.

Und dann kommt da ein so kluger Mann wie der, von dem Boccacchio im Decameron erzählt und der dem Sultan Saladin die Ringparabel erzählt. Die Geschichte von dem Vater, der immer dem Ältesten den Ring weitergibt. Bis eines Tages ein Vater alle seine drei Söhne genauso liebt und dann, damit sie sich nicht streiten müssen, ihnen allen einen Ring gibt. Und der weise Mann erklärt dem Sultan Saladin, dass die Echtheit des Ringes, also die Wahrheit einer Religion dadurch erwiesen wird, dass ein Mensch ein besonderes Verhalten zeigt, dass ihm durch seinen Glauben ermöglicht wird.

Frivole Schwätzerei hingegen ist es dann, wenn man diese wunderbare Geschichte aus dem 12. Jahrhundert nicht nur einfach ohne Angabe der Quelle im 18. Jahrhundert in Deutschland plagiiert, sondern sie dann sogar verballhornt, in dem man in die Geschichte einfach einfügt: „Der echte Ring vermutlich ging verloren.“

Was aber sollte den Vater, der doch seine Väter auch ehrt und liebt wie seine Söhne ihn, veranlasst haben, den so geschätzten Ring einfach zu verlieren. Denn dann sind alle 3 Ringe, wie die Geschichte bei Lessings „Nathan der Weise“ nur Plagiat, nur täuschende Nachahmung. Das heißt alle drei Religionen nur Sinnestäuschung. Nichts Echtes. Ich bleibe bei dem früheren Erzähler dieser Geschichte Bocchachio und dem Erfinder der Ringparabel, dem Erzähler der Perlengeschichte im Jahre 781, dass der Vater in seiner Liebe zu den Söhnen nur zwei Ringe hinzumachen lässt.

Und dann wollen wir doch sehen, wozu der Besitz des Ringes die 3 Söhne befähigt?! Was sie in den Jahrhunderten der Existenz ihrer Religion, ihres Glaubens, machen konnten, wozu sie befähigt worden sind. Ich bin zutiefst beeindruckt von dem, was Juden geleistet haben in den über 2500 Jahren, seit dieser Satz geschrieben worden sind. Juden haben ihren Glauben all die Jahrhunderte bewahrt, in dem sie ihn von Generation zu Generation verändert haben. Man kann das zum Beispiel an den Schöpfungsgeschichten sehen, die da ganz friedlich am Anfang der Bibel nebeneinander stehen. Zuerst die Jüngere, die vor 2500 Jahren die Schöpfung der Welt durch Gott an den 7 Tagen erzählt. Und danach die 300 Jahre ältere Geschichte, die von Adam und Eva im Paradies. So erzählen Juden. Sie halten mehrere Ansichten, mehrere Wahrheiten nebeneinander aus. Die beiden Bücher der Chronik erzählen die Geschichte, die in der Thora steht, noch einmal neu und sind auch im Alten Testament zu finden.

Und die Christen nehmen den Juden Jesus ganz ernst und glauben ihm das Unwahrscheinliche, das Unmögliche, nämlich dass er Gottes Sohn ist. Und weil sie ihm das glauben, erzählen sie die Geschichte der Himmelfahrt und holen den von den Juden erst für das Ende aller Geschichte geglaubten Universalismus in unsere Zeit. Mohammed hingegen übernimmt von den jüdischen und christlichen Pilgern, die über die Halbinsel, auf der er geboren worden ist, wandern, vieles in seine Offenbarungen. Aber das, was er da hört und ein anderer für ihn aufschreibt, denn er war Analphabet, das ist nun in der Sprache, die er spricht, für alle Zeiten sakrosankt. Nur was er vor bald 1300 Jahren gehört haben will gilt bis heute in dem Arabisch, war nirgendwo mehr gesprochen wird. Und so stehen heute 2 Paradigmen gegeneinander. Der Auftrag Jesu zur Liebe. Das Dreifachgebot der Liebe zu Gott und dem Nächsten wie sich selbst. Nur durch Liebe darf ein Mensch zum Glauben geführt werden. Das heißt es steht ihm immer frei. Und wo nicht, wird der Name Jesu missbraucht. Und der Auftrag Mohammeds zum Islam, zur Unterwerfung unter den Willen Gottes. Man betrachte nur die unterschiedlichen Gebetshaltungen in Synagogen, Kirchen Und Moscheen. Aber bei aller Kritik, die möglich und erlaubt sein muss, gelten nicht nur die im Westen gefundenen Menschenrechte auf Religionsfreiheit, sondern auch der Auftrag an uns Christen von Christus, unseren Nächsten, vielleicht also einen Moslem oder einen Juden, so zu lieben wie uns selbst. Und so stimme ich voller Freude ein in den Lobpreis unserer Losung von heute: „Unser Gott, wir danken dir und rühmen deinen herrlichen Namen.“ Bleiben sie gesundBehütet.


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