Worte zum Tag – 24. Februar 2021

Hauptstadt.TVHauptstadt.TV24. Februar 2021

Liebe HauptstadtTV-Gemeinde,

„Sie aßen alle und wurden satt und sammelten auf, was an Brocken übrig blieb, zwölf Körbe voll.“ Erzählt Matthäus von der Speisung der 5000. Und wenn er, was möglich oder gar wahrscheinlich ist, nur die Männer, die Familienoberhäupter gezählt hat, wie es damals üblich war, waren es noch weit mehr als nur 5000.

Aber die Predigt von Jesus vor der Speisung der 5000 kennt keiner. Auch die vier Evangelisten kennen sie nicht. Oder sie berichten zumindest nichts von ihr. Es scheinen keine Aufzeichnungen bekannt zu sein. Nur die Wirkung ist bekannt. Und sie wird leider immer erzählt, als ob es sich da um ein Naturwunder gehandelt hätte. Ein Wunder contra naturam! So als ob Gott seinem eigenen Sohn zuliebe mal kurz die Gesetze seiner Schöpfung außer Kraft gesetzt hätte und aus einigen Broten und Fischen würde ein Essen, was für viele reichen würde. Ich habe das nie geglaubt. Sondern ich habe immer gedacht, dass das Wunder, das Gott Jesus da vollbringen lässt, ein noch viel größeres Wunder ist. Nämlich eines, das nicht die Naturgesetze kurz außer Kraft setzt! Sondern eines, dass die scheinbaren Gesetze des menschlichen Herzens für kurze Zeit überwindet.

Und der Mut dieser Andacht ist nun zu fragen: Wie könnte die Predigt Jesu ausgesehen haben, die das schafft. Die Trägheit des menschlichen Herzens zu überwinden. Oder noch wagemutiger, anspruchsvoller, aber vor allem auch noch viel Not-wendender: Wie müsste eine solche Predigt heute aussehen, damit sie wieder ein solches Wunder gegen die Schwerkraft unserer Herzen bewirkt. Nicht heute sofort, aber langfristig, nachhaltig, bleibend? Ich habe den Mut oder besser, ich spüre den Auftrag, zu versuchen, ihnen eine solche Predigt in der Nachfolge unseres Herrn zu halten. Also, beginnen wir:

Liebe Schwestern und Brüder, Jesus ist in die Welt gekommen oder nein besser: Gott hat seinen Sohn in unsere Welt gesandt, um uns wissen zu lassen, um uns zu sagen: Gottes Reich ist nahe herbei gekommen. Und weil das so ist, sind die Zeiten ganz anders geworden. Nicht so, dass man sagen könnte: Siehe hier oder sieh dort! Die Welt hat sich nicht von selbst verändert! Gott hat sie für uns verändert!

Ohne unser Zutun? Nein, so ist es gerade nicht. Nein, Gott hat uns das Ziel, das er mit seiner Welt, mit unserer Welt vorhat, offenbart in Jesus. Und das Ziel ist nicht, dass alles im Nirwana, im Nichts, in Gehenna, in der Hölle versinkt und dass deshalb jeder schon hier dafür sorgen muss, dass es sich wenigstens für ihn hier gelohnt hat.

Es ist, wie später Paulus zu Recht sagen wird, seit Jesus nicht mehr so, dass wir fressen und saufen müssten, weil wir morgen tot sind. Sondern im Gegenteil. Weil wir auch morgen nicht tot sind, sondern Gott uns von den Toten auferwecken wird. Denn Gott will mit uns leben und sein in Ewigkeit, so wie er hier mit uns in der Zeit war. Und deshalb haben beide erbärmlich unrecht: Diese erbärmlichen Kapitalisten, die sich hier auf Kosten anderer so schändlich und widerlich bereichern, als ob ihnen hier etwas auf Dauer gehören würde. Und ebenso Marx und Heine, die ganze Kommunistenmischpoke, die glauben, dass man auf den Himmel pfeifen könne und den Spatzen überlassen müsse. Gott hat uns zwei Beine gegeben, damit wir Balance halten zwischen Erde und Himmel! Damit wir ausschreiten und auf unsere Zukunft an Gottes Seite zugehen.

Gott hat uns Hände gegeben, damit wir beides umfassen und mit seiner Hilfe schon jetzt ein wenig von dem Kommenden hier aufbauen, als Abbild und Hoffnung auf das was wirklich kommt. Und zwei Ohren, damit wir auf beides hören können – auf den Nächsten und auf Gott, auf Gott, der zu uns im Nächsten spricht. Und zwei Augen, damit wir beides sehen können, das schon Vergangene und das noch Kommende, in uns und zu Gott, auf uns und unseren Nächsten.

Und Gott hat uns ein durch harte Knochen geschütztes Gehirn gegeben, damit wir diesen Glauben ins uns bewahren können wie einen Schatz in irdenen Gefäßen. Ja, liebe Schwestern und Brüder, Gott kommt uns vom Ende der Geschichte her entgegen und ist schon einmal wirklich, leibhaftig und ganz und gar diesseitig an unserer Seite gewesen. Und hat sich da nicht etwa irgendwie in die Büsche geschlagen oder davon gemacht, als es gefährlich wurde, sondern Gott ist ganz Gott für uns! Und bei uns gewesen und hat die Erde entzaubert, in dem er durch sein Leben gezeigt hat, was es heißt, auf Gott zu vertrauen.

Und er hat sich durch niemanden dabei irritieren lassen. Nicht durch Pharisäer oder Schriftgelehrte, nicht durch den Hohenpriester oder die Römer. Seine Botschaft war so klar und rein, dass sie alle nicht aushalten konnten, dass einer so klar und rein von Gott redet. Weil sie befürchtet haben und befürchten mussten: Wenn man Jesus weiter reden lässt, dann kehrt sich das Unterste zu Oberst. Dann fangen die Menschen an, Gott mehr zu vertrauen als den Menschen. Und teilen miteinander wie damals, was sie mitbrachten. Und dass es so: Überraschung!!! Für alle reicht. Bleiben sie gesundBehütet.


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