Worte zum Tag – 23. Oktober 2020

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Liebe Schwestern und Brüder, „Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen.“ lässt Gott Jesaja am Ende seines dreiteiligen Prophetenbuches im 55 Kapitel sagen. Und Gott hat Wort gehalten. Denn noch immer besteht dieser Bund, dieses Testament. Und wir sind als Christen Teil dieses Bundes geworden. Denn in dem Juden Jesus hat Gott seinen Bund mit seinem Volk Israel auf die ganze Menschheit ausgeweitet. Deshalb haben wir in unserer Bibel, unserem Buch, durch das Gott mit uns spricht, nicht nur die Schriften des Neuen Bundes, des Neuen Testamentes, sondern eben auch den weit größeren Teil der Bibel, das Alte Testament. Beides gehört unauflöslich zusammen. Und deshalb ist es gut und heilsam, dass wir uns heute gemeinsam verstehen, aufeinander hören – Juden und Christen. Das Volk aus den Völkern und die Kirche, die aus Menschen, aus allen Völkern besteht. Das Alte Testament ist ein Buch, wo oft sogar sehr drastisch, das Leben eines Volkes in der Welt beschrieben wird. Und wo ein Volk sich so von Gott angesprochen fühlt, wird es auch angegriffen, muss sich wehren, sich durchsetzen. Seine Wahrheit bewähren, oft im Kampf mit anderen, die anderes hören und glauben. Das Alte Testament redet von vielen Menschen und ihrem Kampf mit Gott. Von ihrem Kampf mit anderen Völkern, die sie unterwerfen wollen. Die sie gleichmachen wollen, mit all den anderen. Aber dieses Volk wehrt sich, bis heute. Es will sein so anderes, besonderes Leben leben. Und allein diese Auseinandersetzung macht sie immer wieder anders, besonders. Bis hin zu diesem kleinen Staat Israel, der von seinen Nachbarn bekämpft worden ist bis aufs Blut. Und die sich durchgesetzt haben, denn auch sie haben ein Recht an diesem Stück Land, an einem Staat, einer Heimstatt, in der sie sicher leben können. Die Fluchtpunkt sein kann und immer wieder ist, wenn die Verfolgung wieder überhand nimmt, wie in der schlimmsten Verfolgung wohl sogar der ganzen Weltgeschichte – der von Deutschen, auch deutschen Christen, organisierten Shoah, der Katastrophe. Denn ein Holocaust, ein Brandopfer, wie das amerikanische Wort übersetzt heißt, war es ja eben gerade nicht. Denn die Juden wollten sich nicht opfern. Sie wollten leben, wie alle Menschen. Ohne Gewalt, die sie immer wieder gegen sich erleben mussten. Und dann hat Gott seinen Bund ausgeweitet in dem einen Juden Jesus, der Gott so nah ist, dass wir bis heute sagen, er ist Gottes Sohn. Ja Gott selbst, der uns in diesem einzigartigen und ersten modernen Menschen begegnet ist. Diese Begegnung war so einschneidend, dass wir deswegen unsere Uhren neu gestellt haben. Wir zählen seitdem unsere Zeit neu, bis Gott wieder kommt. Denn das ist unsere große Hoffnung als Christen, als das neue Volk Gottes in der Kirche. Kirche heißt im Neuen Testament ecclesia. Die ecclesia das sind die, die von Gott durch ihren Glauben herausgerufen worden sind aus ihren jeweiligen Völkern und nun gemeinsam die Kirche, die Gemeinschaft der Herausgerufenen bilden. Und hier geht es nun nicht mehr um viele Menschen, sondern um einen Menschen. Hier geht es nicht mehr um viele Völker, sondern um das eine Volk Gottes aus allen Völkern. Und hier geht es nun gar nicht mehr um Gewalt oder um Hass von anderen oder gegen andere. Sondern hier geht es nur noch um eines – um die Liebe, mit der Gott seine Schöpfung liebt und die Liebe, mit der wir darauf antworten. Liebe um jeden Preis. Wirklich um jeden. Denn allein die Liebe zählt noch. Allein die Liebe ist die einzig verbliebene und einzig sinnvolle Antwort. Weil die Liebe immer wieder Wunder vollbringt. Und alles und dann auch dauerhaft zu ändern vermag. Oft fehlt uns die Kraft und wir lassen uns dann doch im Hass hängen, lassen uns in Ablehnung gehen. Aber das führt zu nichts. Ablehnung, ja Hass schaffen nichts Neues, sondern lassen uns auf der Stelle treten. In der Liebe aber wird eine neue Gemeinschaft gestiftet, die dann auch Neues vermag. Größeres. Schöneres. Und der Rechtsstaat ist die moderne, menschliche Antwort auf diese Liebe oder besser Konsequenz dieser Liebe. Denn der Rechtsstaat vernichtet den anderen, der noch nicht in Liebe leben will nicht, sondern sie stiftet neue Zeit, in der sich auch dieser andere überlegen kann, ob er nicht Teil dieser lebensbejahenden Liebe sein will. Und so erklärt uns der Lehrtext von heute aus dem Brief an die Hebräer im 13. Kapitel: „Der Gott des Friedens, der den großen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgeführt hat durch das Blut des ewigen Bundes, der mache euch tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen, und schaffe in uns, was ihm gefällt.“ Bleiben sie gesundBehütet.


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