Worte zum Tag – 04. September 2020

Hauptstadt.TVHauptstadt.TV4. September 20207

Liebe HauptstadtTV-Gemeinde,

Der HERR segne dich und behüte dich.“ aus dem 4. Buch Mose wird am Ende jedes Gottesdienstes gesagt. Und es gibt ein wundervolles Lied, was ich besonders gern singe: „Alles ist an Gottes Segen und an seiner Gnad gelegen.“ Gottes Gnade ist das Wichtigste überhaupt. Der Segen ist die Richtung für das Leben. Ist Heils sein und ganz sein. Ist Friede, ist Schalom. Der Segen ist sozusagen das Dach über mir. Ohne Segen kann ich nicht sein. Wenn jemand sagt: Da liegt kein Segen drauf, kann man im Grunde aufgeben. Aber Segen kann nur empfangen werden, wenn wir dem, der segnet, glauben. Wenn ich Gott nicht glaube, kann ich keinen Segen von ihm empfangen. Aber wenn ich Gott glaube, für Gott offen bin, ihm vertraue, ihn sehe, dann kann ich auch Segen empfangen. Unser Wort segnen kommt von dem lateinischen Wort signum. Das heißt Zeichen. Jemanden segnen, heißt über ihm das Kreuz-Zeichen zu machen. Im Grunde heißt also segnen über jemanden die Gegenwart Gottes herabzurufen. Gottes Segen auf jemanden herabzurufen heißt im Grunde auch sich von ihm zu verabschieden. Jetzt, wo ich nicht mehr bei dem anderem, dem Nächsten bin, rufe ich Gott an, dass er Gott nun fortsetzt, was ich mit meiner Gegenwart begonnen habe. Nun wo ich gehe, bitte ich Gott, dass ER wenigstens bei dem anderen bleibt. Der Satz „Der HERR segne dich und behüte dich.“ ist der erste von den drei Sätzen des Aaronitischen Segens. Aaron war der Bruder von Mose. Aaron konnte besser reden und war deshalb auf Moses Bitten Priester für Israel. Und dieser Satz wird bei jedem Gottesdienst am Ende gesagt. Es ist ein Gebet, eine Bitte. Und dabei wird auch immer das Signum, das Zeichen des Kreuzes gemacht. Menschen erhoffen sich Segen. Und so gibt es auch viele Sprichworte, die vom Segen reden. Sich regen bringt Segen. Ja, man muss dann auch schon etwas tun, damit der Segen kommt. Aber zugleich gilt auch: Geduldig sein bringt Segen. Denn wer immer gleich los rennt, läuft aus dem Segen, aus dem Wirkungsbereich des Kreuzes heraus. Wer Segen sät, wir Segen ernten, ist die Erfahrung, die Menschen machen, die aus dem Segen heraus leben. Und zugleich gilt auch: Wo Frieden ist, das ist Segen. Denn wo das Kreuz geschlagen wird über jemandem, da hofft man, da erbittet man von Gott, dass er den Frieden, den Gott selbst durch das Kreuz mit der Menschheit gestiftet hat, bewahrt bleibt. Aber Segen ist eben mehr als nur Frieden. Sonst könnten wir ja am Anfang wie am Ende eines Treffens immer sagen: Salem maleikum. Friede sei mit Dir. Das ist ein Friedenswunsch. Eine Erklärung, Frieden zu halten mit dem anderen, dem Nächsten, dem Gegenüber. Ein Segenswunsch ist mehr. Er wünscht Gott über den anderen herab, die Nähe und die Liebe Gottes und dass er hilft, dass der andere vorankommt, Freude hat und ja, auch Erfolg. Und dass man dann, wenn man den Segen erlebt, gespürt hat, sagen kann mit dem Lehrtext von heute aus dem Evangelium von Johannes: „Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.“

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