Worte des Tages – 2. März 2021

Hauptstadt.TVHauptstadt.TV2. März 2021

Liebe HauptstadtTV-Gemeinde,

Lehre mich rechtes Urteil und Erkenntnis, denn ich vertraue deinen Geboten.“ Aus Psalm 119 ist die Losung für heute. „Die Herrlichkeit des Wortes Gottes“ ist dieser längste von den 150 Psalmen überschrieben. Und er ließt sich wie ein Spiegel, in dem man das Verhältnis dieses einzigartigen und Wunder-vollen Volkes zu seinem Gott, nein zu unserem Gott, erkennen kann. Denn wenn wir uns als Christen bekennen, dann bekennen wir uns ja als Nachfolger des Juden Jesus. Als Christen teilen wir die jüdische Hoffnung auf unseren Gott. Mit dem Unterschied, dass wir glauben, dass der Messias schon da war. Und die Juden warten noch darauf, dass er kommt.

Seit 1700 Jahren leben Juden hier nördlich der Alpen mit uns. Wir wissen das aus einer Urkunde aus dem Februar vor 1700 Jahren. Man musste damals in Köln eine Brücke über den Rhein reparieren. Aber das Geld war knapp. Ein Kölner Jude namens Isaac wolle aushelfen, aber sollte dafür auch im Stadtrat sein und so fragten die Kölner den Kaiser und schrieben an Konstantin in Rom. Seine Antwort ist die früheste erhaltene schriftliche Quelle über jüdisches Leben in Deutschland. Der Kaiser antwortete und schrieb: „Durch reichsweit gültiges Gesetz erlauben wir allen Stadträten, dass Juden in den Stadtrat berufen werden.“ Es war derselbe Kaiser, der damals als erster aufhörte, die Mitglieder eine jüdischen Sekte zu verfolgen. Denn genau das waren die Christen damals. Kaiser Konstantin respektierte die Kirche nicht nur, sondern er ließ sich auf seinem Sterbebett dann noch taufen. Er hat wohl so lange damit gewartet, dass nicht eine Sünde ihn danach noch um das ewige Leben bringen könnte. Denn die Taufe wäscht alle Sünden ab und Gott nimmt einen mit der Taufe in sein ewiges Reich auf. So stellte man sich das damals vor. Die Juden waren rund 250 Jahre zuvor in die Diaspora gegangen, in die Zerstreuung. Denn nachdem der Tempel in Jerusalem durch die Römer zerstört worden war, war der Reiz in der Nähe des Tempels zu wohnen, wo man Gott opfern konnte, nicht mehr so stark. Überall im römischen Reich waren sie nun zu Hause. Sie gingen wie die Christen in alle Welt. Aber anders als die Christen machten sie keine Mission. Als Jude wurde man geboren. Jude war man nur dann, so wurde es später festgelegt, wenn man von einer jüdischen Mamme geboren worden war. Also blieb man auch in der Fremde viele Jahrhunderte unter sich. Später wurden den Juden sogar extra Wohnbereiche zugewiesen. In Venedig nannte man diesen Teil der Stadt erstmals Ghetto. Eine Entwicklung, die dann mit dem Ghetto in Warschau einen so furchtbaren Punkt fand, dass die Menschheit gehalten ist, das nie wieder, weder für Juden noch für andere Menschen, zuzulassen. 6 Millionen Juden haben wir Deutschen von 1936 – 1945 umgebracht. Wohl knapp die Hälfte der damaligen Zahl der Juden. Und deshalb dürfen wir es als Menschen nicht zulassen, dass jemand die Shoah, die Katastrophe bagatellisiert. Wie Mitglieder des Remmo-Clans, die behaupten die Verfolgung der Clan-Kriminalität in Berlin wäre mit der Shoah, dem Holocaust vergleichbar. Gerade nicht! Denn die Verfolgung der Juden war und ist ein Verbrechen. Und kriminelle Clans werden wegen ihrer Verbrechen verfolgt und nicht wegen Ihrer Religion.

Heute gibt es, Gott sei Dank, fast wieder 15 Millionen Juden weltweit – die meisten natürlich in Israel, das als Antwort auf Auschwitz gegründet worden ist, dort wo es bis ca. 70 nach Christus bestand. Das sind etwa 0, 19 % der Weltbevölkerung, also 0,2 %. Ein Fünftel Prozent. Aber wissen sie wie hoch die Zahl der jüdischen Nobelpreisträger ist? Nicht der aus Israel. Sondern der jüdischen Nobelpreisträger. 37 % aller Nobelpreise gingen bisher an Juden. Das ist rund 200 mal höher als ihnen eigentlich zustehen würde von ihrem Anteil an der Weltbevölkerung. Deshalb denken viele, die Rasse der Juden wäre etwas Besonderes.

Das ist Unfug. Sie werden kein jüdisches Gen finden. Denn die Juden leben heute auch in allen und bei allen Völkern, sind zerstreut über die ganze Welt, in der Diaspora. Aber was macht sie dann so besonders? Wenn nicht die Gene? Irgendworan muss es ja liegen. Von nichts kommt nichts. Es ist eine Frage der Erziehung, denn die Juden sind das Volk des Buches, der Bibel. Die Juden fühlen sich durch Gottes Verheißung als etwas Besonderes. Denn sie haben den Segen Gottes. Gott hat sie gesegnet. In Genesis 12, 3 lesen wir, lesen die Juden: „Ich will die segnen, die dich segnen, und wer dich verflucht, den will ich verfluchen; und in dir sollen alle Geschlechter der Erde gesegnet werden.“ Juden sind sich ihrer Herkunft bewusst. Sie geben sie weiter. Juden sind immer Juden geblieben. Seit über 3000 Jahren. Mindestens seit König David König in Jerusalem, König in Israel war.

Ein Hinweis ist dabei wichtig: Das Volk Israel gibt es so wie damals heute nicht mehr. Denn von den 12 Stämmen ist heute nur noch einer existent, hat das Exil in Babylon überlebt, was knapp 600 Jahre vor Christus begonnen hat. Die Oberschicht des Stammes Juda wurde damals entführt, nach Babylon exiliert und dann später noch einmal nach Persien und hat das überlebt. Sie kamen zurück ins Gelobte Land und haben sich bewahrt gefühlt von Gott und sich nicht gemein gemacht, nicht aufgelöst wie die anderen 11 Stämme in die Bevölkerung. Israel heute ist also eigentlich der Stamm Juda, deshalb reden wir ja auch von Juden. Und viel seltener von Israelis. Die gibt es auch. Aber erst seit 1948 wieder. Die Juden sind besonders geblieben und das hat andere geärgert und sie haben sie ausgestoßen. Die Juden haben auch die ersten Christen ausgestoßen und auf diese ca. 40-jährige Verfolgung der Christen durch Juden, nämlich bis zur Zerstörung des Tempels, haben die Christen mit rund 1900 Jahren Verfolgung reagiert. Bis Ausschwitz. Bis zur Gründung des Staates Israel.

Warum also sind Juden bis heute so besonders? Und: Warum gibt es so viel Anti-Semitismus in der Welt bis heute? Und warum wächst er gerade wieder bei uns in Deutschland. Antisemitismus ist für viele das „Natürlichste“ der Welt und zugleich das Perverseste was es gibt. Das Natürlichste, weil Menschen so reagieren, wenn sich jemand für etwas Besonderes hält. Und pervers, weil die Juden ja dabei nur dem Gott die Treue halten, der sie angesprochen hat, der mit ihnen geredet hat und dessen Offenbarung sie weitergegeben haben an die Christen und die Muslime! Die sie übernommen haben und so in dieser Tradition ihre Erfahrungen mit Gott gemacht haben! Juden sind so besonders, weil sie das Buch haben und dem Buch die Treue erweisen! Und weil sich Ihnen in dem Buch, in der Thora, im Tannach, Gott offenbart. Bleiben sie gesundBehütet.


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