Worte zum Tag – 23. Februar 2021

Hauptstadt.TVHauptstadt.TV23. Februar 2021

Liebe HauptstadtTV-Gemeinde,

So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!“ schreibt Paulus in seinem 2. Brief an die Gemeinde in Korinth.

Vor bald über einem halben Jahrhundert hat der wundervolle Jörg Zink das Neue Testament übersetzt. Er wollte die Bibel nach-dichten, damit Gottes Wort heute besser verstanden werden kann. Er hatte dabei, wie Paulus 1900 Jahre zuvor, damals den Absender Gott und den Empfänger Mensch im Blick. Das heißt er hatte beide Augen offen. Damit die Menschen von heute Gott heute besser verstehen. Ich habe vor allem meine kleine Taschenausgabe der „Guten Nachricht“ damals sehr geliebt. Aber schon in diesem Wort, in dieser Überschrift für die Nachdichtung, liegt ein großes Problem. Denn um eine „Nachricht“ geht es gerade nicht. Denn „Nachrichten“ kommen und gehen. Täglich sehen wir die „Nachrichten“, auf verschiedenen Sendern werden sie uns angeboten.

Aber eines ist allen gleich: Sie ändern sich täglich. Nichts ist älter als die Nachricht von gestern. Sie ist überholt. Schon mit der Überschrift setzt uns also Jörg Zink auf ein falsches Gleis, in den falschen Zug. Denn die Apostel von damals haben um das, was sie im Auftrag Gottes zu sagen hatten, sogar ein neues Wort erfunden. Erfinden müssen. Zu neu war das, was sie im Namen, im Auftrag Gottes als seine Botschafter zu sagen hatten. Es war das Wort „Eu-Angelion“, so hieß das auf griechisch, genauer dem Koine-Griechisch, sozusagen dem Englisch des Römischen Reiches. Wir kennen das Wort heute als Evangelium. Und das heißt übersetzt Gute Botschaft. Und ein Botschafter ist eben etwas völlig anderes als ein Nachrichtendienstler. Und wir sollen eben Botschafter sein. Wir sollen Gottes Botschaft, die er uns nicht nur durch einen Menschen, sondern in diesem Menschen gesagt hat, den Menschen so weitergeben, dass sie frei werden.

Im flappsigen Sprech von heute heißt das: Es gibt zwei gute Nachrichten. Oder eben besser Botschaften. „Gott existiert. Du bist es nicht.“

Ich muss nicht Gott für mein Leben sein. Ich kann und soll zwar meines eigenen Glückes Schmid sein, aber ich kann mich nicht an den eigenen Haaren, mit den eigenen Worten aus dem Sumpf der Alltäglichkeit ziehen. Vor Gott wachse ich zu der mir von ihm zugedachten Größe auf. Denn er hat mich wenig niedriger gemacht als Gott, so betet König David im Psalm 8. Und das hat eben nichts mit seinem Königsein, sondern mit unserem gemeinsamen Menschsein zu tun. Und diese Botschaft, weil sie eben nicht nur eine Nachricht an ein Volk ist, sondern an die ganze Menschheit, wird nun von den Ausgesandten, den Aposteln in alle Welt gebracht. Das hatte es bis dahin noch nie gegeben. Ein Gott war für ein Volk. Ein Volk hatte seinen Gott. Und das Volk behielt seinen Gott natürlich für sich. Und damit natürlich auch den Segen seines Gottes.

Aber die Botschaft Gottes in Jesus soll alle Menschen erreichen. Und deshalb sendet Jesus vor seiner Himmelfahrt, also bevor er in andere Sphären, in andere Dimensionen, als die uns zugänglichen 4 Dimensionen von Raum und Zeit aufsteigt, uns alle in alle Welt: Gehet hin in alle Welt und macht alle Menschen zu Gläubigen und tauft sie auf den Namen des Dreieinigen Gottes.

Alle Menschen haben in einer Welt, in der sich heute alles noch viel schneller ändert als damals, die Sehnsucht nach Bleibendem. Nach etwas, was sich nicht ändert, wenn sich alles ändert. Denn alles ändert sich. Und da ist das Geringste, dass wir älter werden und eben nicht nur reifer an Erfahrung, sondern auch gebraucht, irgendwann auch verbraucht aussehen. Wir Älteren wissen, wenn wir in den Spiegel gucken, wovon die Rede ist.

Und da lassen sich Menschen eben Tattoos stechen. Die bleiben. Ein Leben lang. Die wäscht nichts ab. Und nichts aus. Tattoos sind ein Statement. Was oft sogar jeder sehen kann, ja sehen soll. Oder es ist ein durch die Kleidung verborgenes Zeichen, erst sichtbar, wenn sich jemand ganz frei macht.

Taufe ist kein Tattoo. Tattoo ist der Wunsch in einer Zeit, wo sich alles ändert, etwas für ewig zu haben. Und Taufe ist das nicht sichtbare Zeichen, dass Gott uns auf ewig annimmt. Taufe kann nur geglaubt werden, wie die Botschaft nur geglaubt werden kann. Aber wenn sie geglaubt wird, macht sie uns frei. Zu bleibendem Leben nicht vor dem ewigen, sondern als Teil dieses ewigen Lebens mit Gott. Bleiben sie gesundBehütet.


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