26. Juli 2020

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Liebe HauptstadtTV-Gemeinde, Bestimmt haben Sie schon oft das große Ökumenische Glaubensbekenntnis von Nicäa-Konstantinopel im Gottesdienst mitgesprochen. Es wurde 325 von einer Synode in dem heutigen türkischen Nikaia 325 verabschiedet und dann 451 in Ostrom, in Byzanz, in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul erweitert und gilt heute als wichtigstes ökumenisches Glaubensbekenntnis. Hier in der Hagia Sophia und ihren beiden Vorgängerbauten sind die Weichen für die Entwicklung des christlichen Glaubens gestellt worden. Byzanz, also Ostrom, ist über 1500 Jahre ein Augapfel des Christentums gewesen. Neben Westrom. Neben dem Petersdom. Die Hagia Sophia, die Sophienkirche von Istanbul, ist die älteste, manche sagen sogar die wichtigste und schönste Kirche der Ökumene. Sie war nach der Eroberung von Byzanz rund 400 Jahre Moschee und wurde unter Atatürk vor 86 Jahren Museum. Nun soll sie wieder Moschee werden. Damit Erdogan die Stimmen konservativer muslimischer Wähler mit dieser Entscheidung, die er noch im vergangenen Jahr ablehnte, gewinnen kann. In der Zeit nach 1955, als die Zahl der türkischen Muslime hier in Deutschland auf 3, 5 Millionen gestiegen ist und die Zahl der Moscheen auf 2500 angewachsen ist, sind die Christen aus der Türkei vertrieben worden. Gab es 1955 noch rund 10 % Christen in Istanbul, sind es heute weniger als 1%, in der Türkei nur noch rund 0,2 %. 1683 hat die Türkei das letzte Mal versucht, Wien zu erobern. Wir verantworten uns bis heute für die Kreuzzüge. Aber fast keiner spricht darüber, dass danach Istanbul von den Türken in ihren Halbmondzügen erobert worden ist und man bis 1683 versuchte, den Westen zu erobern und zu islamisieren. Stellen sie sich mit mir bitte vor, die deutsche Regierung würde die Zentralmoschee der DITIB in Köln-Ehrenfeld, um konservative Wählerstimmen zu gewinnen, in eine Kirche verwandeln. Deshalb ist jetzt die Evangelische Kirche in Deutschland gefragt, zu protestieren. Gemeinsam mit der GEKE, der Gemeinschaft der Kirchen in Europa. Und Bundeskanzlerin Angela Merkel muss, weil Deutschland seit dem 1. Juli die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union innehat, für die EU bei der Türkei, schärfsten Protest einlegen. Und wir als Bürger müssen mit unseren türkischen Freunden und Nachbarn darüber reden. Ein Museum im östlichen Augapfel der Weltkirche ist eine Zumutung. Dort aber wieder eine Moschee einzurichten, fordert eine weltweit unüberhörbare und klare Reaktion. Bis hin zur Verweigerung der Baugenehmigung für die weiteren 120 in Deutschland derzeit geplanten Moscheen. Nicht Auge um Auge oder Zahn um Zahn. Aber wir haben uns 2500 Mal auf die rechte und linke Wange schlagen lassen mit jedem Moscheebau in Deutschland. Und sollen doch klug sein wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben, wie Jesus uns ermahnt hat. Was am Freitag der vergangenen Woche passiert ist, ist eine Provokation ohnegleichen. Gott sei Dank hat das klarste Wort dazu nun ausgerechnet eine Muslima gesagt und geschrieben. Seyran Atesh. Wären Muslime so wie sie, gäbe es kein Problem mit dem Islam. Und sie ist eine leidenschaftliche Muslima. Aber eben eine, die nicht mit gekreuzten Fingern auf dem Rücken uns zu Munde redet und dann das Gegenteil tut. Gott sei Dank hat sie eine Moschee hier in Berlin gegründet. Die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee. Und wieder: Wären Moscheen so fromm wie ihre, so weltoffen und so grundgesetzkonfomr, gäbe es hier in Deutschland und in Europa kein Problem mit Moscheen. Aber viele Muslime, die Zustimmung heucheln, die unsere Sozialsysteme nutzen und unser Rechtssystem, um hier ihre Moscheen zu bauen, die würden sie gern töten. Diese fromme Muslimin. Und deshalb kann sie hier keinen Schritt allein aus dem Haus, sondern wird ständig begleitet von mehreren Männern, die sie zur Not verteidigen würden. Nicht gegen verrückte Rechtsextreme. Nicht gegen verrückte Linksextreme. Sondern gegen Moslems. Die hier im Land Zuflucht gefunden haben oder seit zwei Generationen wie sie eine Heimat gefunden haben. Und deshalb: Verzeihen Sie: Es reizt mich zum Erbrechen, „wenn manche Muslime über Islamophobie klagen, aber laut applaudieren, wenn ein kulturelles Monument der Christenheit zur Moschee gemacht wird. Und frage mit ihm: Warum gilt die Toleranz, die sie für sich einfordern, für die Christen in der Türkei nicht auch????“ So sage ich es mit Ertan Toprak. Unsere Hagia sophia, das Weltkulturerbe, muss wieder offen sein für Christen und Muslime, für Juden und Atheisten. Ohne dass sie eine die Baummeister verhöhnende Moschee betreten müssen. Bleiben sie gesund behütet.


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