Offenes Haus – Die Gedenkstätte „Lindenstraße 54“ empfängt wieder Besucher

Ken FregeKen Frege12. Mai 202027

Museen und Gedenkstätten dürfen bereits seit einigen Tagen öffnen, auch in Potsdam. Seit dem heutigen Dienstag kann auch die Gedenkstätte Lindenstraße 54 besucht werden. Die Leiterin der Gedenkstätten-Stiftung Uta Gerlant will, dass die Gäste künftig nicht mehr durch einen Nebeneingang ins Haus kommen, sondern durch das frühere Haupttor den Gedenkort betreten, der für Diktatur und Repression, Verfolgung, Verhöre und Gewalt im 20. Jahrhundert steht. Während der Nazizeit war der Gebäudekomplex Gerichtsgefängnis für politisch und rassisch Verfolgte des NS-Regimes, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Sowjetisches Geheimdienstgefängnis und von 1952 bis zum Ende der DDR diente die Lindenstraße 54 als Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Diese Auseinandersetzung mit der Vergangenheit soll auch musikalisch stattfinden. Seit heute kann man in der Gedenkstätte eine CD erwerben mit einem Konzertmitschnitt – der besonderen Art. Junge Musiker haben die Klangerinnerungen ehemaliger Häftlinge in Musik übersetzt, aufgeführt von der Kammerakademie Potsdam. „Klänge hinter Mauern“.


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